Windfang

Auch: Windfangzone · Vorraum

Der Windfang ist ein kleiner Vorraum unmittelbar hinter der Haustür, der als Pufferzone zwischen Außenluft und beheiztem Wohnbereich dient und Zugluft sowie Schmutzeintrag reduziert.

Ausführliche Erklärung

Bautechnisch besteht ein Windfang meist aus einer zweiten, dem Wohnbereich vorgelagerten Tür oder Glaswand, sodass beim Öffnen der Haustür nicht direkt kalte Außenluft in den beheizten Innenraum strömt. Diese Doppeltür-Konstruktion verringert Wärmeverluste, schützt vor Zugluft und dient gleichzeitig als Ort zum Ablegen von Schuhen, Schirmen und Jacken, oft kombiniert mit einer Garderobe.

Bei Mehrfamilienhäusern findet sich der Windfang häufig im Eingangsbereich des Treppenhauses als gemeinschaftlich genutzte Fläche. Bei Einfamilienhäusern ist er meist Teil der privaten Wohnfläche und wird bei der Wohnflächenberechnung nach der Wohnflächenverordnung anteilig berücksichtigt, sofern er beheizt und nicht nur ein unbeheizter Vorbau ist. Energetisch trägt ein gut geplanter Windfang zur Reduzierung von Lüftungswärmeverlusten bei und kann sich positiv auf den Energieausweis auswirken.

Beispiel aus der Praxis

Bei einem Einfamilienhaus-Neubau plant der Architekt einen verglasten Windfang zwischen Haustür und Diele, um im Winter den Wärmeverlust beim Betreten des Hauses zu minimieren und eine Garderobenzone für Straßenschuhe zu schaffen.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle bundesweite Rechtsgrundlage; die Anrechnung auf die Wohnfläche richtet sich nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV), sofern der Windfang beheizt und Teil der Wohnung ist.

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