Assets under Management

Auch: AUM

Assets under Management (AUM) bezeichnet den Gesamtwert der Immobilien und Immobilienbeteiligungen, die eine Kapitalverwaltungsgesellschaft, ein Asset Manager oder ein Fonds für Investoren verwaltet. Die Kennzahl dient als Größenmaßstab für Marktbedeutung und Wachstum eines Managers oder Fonds.

Ausführliche Erklärung

AUM ist eine der zentralen Steuerungs- und Vergleichskennzahlen in der institutionellen Immobilienwirtschaft und wird typischerweise auf Basis der Verkehrswerte (bzw. Marktwerte) der verwalteten Objekte zu einem Stichtag ermittelt.

  • Abgrenzung: AUM umfasst in der Regel das gesamte verwaltete Immobilienvermögen unabhängig von der Eigentumsstruktur – also sowohl direkt gehaltene Objekte als auch Anteile an Fonds, Joint Ventures oder Club Deals, sofern die Verwaltungshoheit beim jeweiligen Manager liegt.
  • Aussagekraft: Ein Anstieg der AUM kann sowohl durch Neuakquisitionen (Zuflüsse, Zukäufe) als auch durch reine Wertsteigerung des Bestands entstehen – die Kennzahl allein sagt daher nichts über die operative Performance oder Profitabilität aus.
  • Bedeutung für Gebühren: Bei vielen Fondsstrukturen bemisst sich die Verwaltungsvergütung der Kapitalverwaltungsgesellschaft (Management Fee) prozentual an den AUM, häufig zwischen 0,5 % und 1,5 % pro Jahr.
  • Marktvergleich: AUM-Rankings werden von Marktforschungsinstituten (z. B. INREV für europäische nicht börsennotierte Immobilienfonds) regelmäßig veröffentlicht und dienen Investoren zur Einschätzung von Marktstellung und Erfahrung eines Anbieters.
  • Praxisrelevanz für Makler: Bei der Zusammenarbeit mit institutionellen Auftraggebern (z. B. im Rahmen von Transaktionsmandaten) gibt die Höhe der AUM Aufschluss über Größe, Kapitalkraft und Marktausrichtung des jeweiligen Investors oder Managers.

Beispiel aus der Praxis

Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltet für institutionelle Anleger mehrere Spezial-AIF mit Gewerbeimmobilien in Deutschland. Der Gesamtverkehrswert aller verwalteten Objekte beläuft sich zum Jahresende auf 3,2 Milliarden Euro – dies ist die ausgewiesene AUM-Kennzahl der Gesellschaft.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle Rechtsgrundlage. Die Ermittlung und Bewertung der zugrunde liegenden Vermögenswerte richtet sich bei regulierten Fondsvehikeln nach den Bewertungsvorgaben des KAGB.

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