Dynamischer QR-Code
Auch: Dynamic QR Code · trackbarer QR-Code
Ein dynamischer QR-Code verweist nicht direkt auf eine feste Ziel-URL, sondern auf eine Weiterleitungsadresse eines Anbieters, die im Hintergrund jederzeit auf ein neues Ziel umgestellt werden kann. Zusätzlich erfasst er Nutzungsdaten wie Scan-Anzahl, Uhrzeit und ungefähren Standort.
Ausführliche Erklärung
Im Immobilienmarketing werden QR-Codes häufig auf Fensterdisplays, Flyern, Exposé-Boxen am Objekt (siehe Flyerbox (Objekt)) oder auf Baustellenschildern eingesetzt, um Interessenten schnell auf das Online-Exposé zu leiten. Der entscheidende Vorteil des dynamischen gegenüber dem klassischen statischen QR-Code:
- Nachträgliche Änderbarkeit: Wird ein Objekt verkauft oder das Exposé aktualisiert, muss der gedruckte QR-Code nicht neu erstellt werden – die Weiterleitung wird einfach im Verwaltungstool des Anbieters umgebogen (z. B. von "Objekt reserviert" auf "Neues Angebot" oder eine Zielseite mit ähnlichen Objekten).
- Auswertbarkeit: Der Makler erhält Statistiken darüber, wie oft und wann der Code gescannt wurde – ein Indikator für die Wirksamkeit von Schaufenster- oder Vor-Ort-Werbung, der bei statischen Codes fehlt.
- Abhängigkeit vom Anbieter: Da der Code technisch über einen Drittanbieter-Dienst läuft, ist eine dauerhafte Verfügbarkeit dieses Dienstes Voraussetzung; bei Anbieterwechsel oder Vertragsende funktioniert der bereits gedruckte Code unter Umständen nicht mehr.
- Kosten: Anders als statische QR-Codes (die kostenlos und ohne Anbieterbindung generiert werden können) sind dynamische Codes meist abonnementpflichtig.
Für die Maklerpraxis besonders wertvoll bei langlebigen Printmedien wie Baustellenbannern, Fensterdisplays oder Visitenkarten, bei denen sich das Ziel im Laufe der Vermarktung mehrfach ändert.
Beispiel aus der Praxis
Ein Makler platziert auf einem Fensterdisplay im Büro einen dynamischen QR-Code, der zunächst auf das Exposé einer Doppelhaushälfte verweist. Nach deren Verkauf ändert er im Anbieter-Backend lediglich die Zielseite auf ein neues Angebot – das gedruckte Display kann unverändert im Schaufenster hängen bleiben.
Rechtsgrundlage
Keine spezielle Rechtsgrundlage. Werden über den QR-Code personenbezogene Daten (z. B. Standort, Scan-Zeitpunkt) erhoben und ausgewertet, sind die allgemeinen Grundsätze der DSGVO zur Datenverarbeitung zu beachten.