Abluft-Wärmepumpe

Auch: Abluftwärmepumpe

Eine Abluft-Wärmepumpe entzieht der verbrauchten, warmen Raumluft (z. B. aus Bad und Küche), bevor sie ins Freie abgeführt wird, die enthaltene Wärme und nutzt sie zur Erwärmung von Trinkwasser oder zur Heizungsunterstützung. Sie kombiniert damit Lüftung und Wärmegewinnung in einem Gerät.

Ausführliche Erklärung

Für Makler ist die Abluft-Wärmepumpe vor allem bei Neubauten und energetisch sanierten Wohnungen ein Thema, da sie oft in Kombination mit kontrollierter Wohnraumlüftung eingebaut wird.

  • Funktionsprinzip: Die Anlage saugt verbrauchte, warme Abluft aus Feuchträumen (Bad, WC, Küche) ab, führt sie über einen Verdampfer, entzieht ihr die Wärme und gibt diese über den Kältemittelkreislauf an einen Warmwasserspeicher oder das Heizsystem ab. Die abgekühlte Luft wird anschließend nach draußen geleitet.
  • Bauformen: Reine Abluft-Wärmepumpen (nur Warmwasserbereitung) und kombinierte Abluft-/Zuluft-Systeme mit Wärmerückgewinnung, die zusätzlich einen Teil der Heizlast decken können.
  • Effizienz: Nutzt kostenlose Abwärme aus dem Gebäude, funktioniert aber nur effizient bei ausreichendem Luftvolumenstrom (typisch in gut gedämmten, dichten Neubauten mit Lüftungsanlage) – in Altbauten mit natürlicher Fensterlüftung kaum sinnvoll einsetzbar.
  • Förderung: Reine Abluft-Wärmepumpen, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen, sind im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in der Regel nicht eigenständig förderfähig, sondern nur als Zusatzmaßnahme zu einem geförderten Heizungstausch. Übernimmt die Anlage zusätzlich Heizungsunterstützung, kann sie als Wärmeerzeuger selbst förderfähig sein.
  • Praxisrelevanz: Käufer sollten wissen, dass die Anlage von einer funktionierenden Lüftungsanlage abhängt – fällt diese aus oder wird sie falsch gewartet, sinkt auch die Warmwasserleistung.

Beispiel aus der Praxis

Eine neu gebaute Eigentumswohnung verfügt über eine zentrale Wohnraumlüftung mit integrierter Abluft-Wärmepumpe, die das Warmwasser für Bad und Küche erzeugt. Der Makler erklärt dem Interessenten, dass die Anlage Energie spart, aber regelmäßig gewartet (Filterwechsel) werden muss, damit die Wärmerückgewinnung effizient bleibt.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle Rechtsgrundlage. Anforderungen an den Wärmeerzeuger ergeben sich mittelbar aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) hinsichtlich des Anteils erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung.

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