Naturstein

Auch: Naturwerkstein · Natursteinbelag

Naturstein ist ein aus natürlich gewachsenem Gestein gewonnenes Baumaterial – etwa Granit, Marmor, Sandstein oder Schiefer –, das als Boden-, Wand-, Treppen- oder Fassadenbelag eingesetzt wird und sich durch hohe Robustheit und individuelle Optik auszeichnet.

Ausführliche Erklärung

Naturstein wird in Rohblöcken gebrochen und anschließend zu Platten, Fliesen oder Formteilen weiterverarbeitet (Naturwerkstein). Je nach Gesteinsart unterscheiden sich Eigenschaften wie Härte, Säurebeständigkeit, Frostbeständigkeit und Porosität erheblich – Granit etwa ist besonders robust und pflegeleicht, Marmor optisch hochwertig, aber empfindlicher gegenüber Säuren und Kratzern. In der Immobilienpraxis findet Naturstein Verwendung bei Bodenbelägen, Fensterbänken, Treppenstufen, Fassadenbekleidungen und im Außenbereich bei Terrassen und Wegen.

Ausführung und Verlegung von Naturwerksteinarbeiten sind über die VOB/C in DIN 18332 als Allgemeine Technische Vertragsbedingungen (ATV) geregelt, die unter anderem Anforderungen an Untergrundvorbereitung, Verlegung, Fugenausbildung und Abnahme festlegt. Da Naturstein als hochwertiges Ausstattungsmerkmal gilt, wirkt er sich bei der Wertermittlung positiv aus – vorausgesetzt, Verarbeitung und Pflegezustand entsprechen dem Materialwert.

Beispiel aus der Praxis

In einem hochwertig sanierten Altbau wurden die Böden im Eingangsbereich mit Natursteinplatten aus Granit ausgelegt, während die Fensterbänke aus poliertem Marmor gefertigt sind – beides Merkmale, die bei der Objektbeschreibung als wertsteigernde Ausstattung hervorgehoben werden.

Rechtsgrundlage

  • DIN 18332 – VOB/C-Norm (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen) für Naturwerksteinarbeiten: Bearbeitung und Verlegung von Naturstein am Bau.

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