Kellerfenster

Auch: Kellerlichtschacht-Fenster · Souterrainfenster

Ein Kellerfenster ist ein meist kleines, bodennahes Fenster im Untergeschoss eines Gebäudes, das über einen vorgelagerten Lichtschacht Tageslicht und Belüftung in den Kellerraum bringt.

Ausführliche Erklärung

Da Kellergeschosse üblicherweise ganz oder teilweise unter der Geländeoberkante liegen, benötigen Kellerfenster einen Lichtschacht, der die Erdanschüttung vor dem Fenster zurückhält und gleichzeitig Licht und Luft zuführt. Bautechnisch ist auf eine funktionierende Entwässerung des Lichtschachts zu achten, da eindringendes Regenwasser sonst zu Feuchtigkeitsschäden im Keller führen kann. Bei modernen Bauten werden Kellerfenster zunehmend mit Wärmeschutzverglasung und gedämmten Rahmen ausgeführt, um Wärmeverluste über das beheizte Kellergeschoss zu reduzieren.

Werden Kellerräume zu Aufenthaltsräumen ausgebaut (z. B. bei Souterrainwohnungen), können Kellerfenster je nach Landesbauordnung auch als zweiter Rettungsweg dienen, sofern sie ausreichend groß und ohne Hilfsmittel erreichbar sind; die konkreten Mindestmaße für Rettungsfenster sind länderspezifisch geregelt. Bei der Objektbesichtigung sind Kellerfenster und Lichtschächte ein typischer Prüfpunkt für Feuchtigkeitsschäden und mangelhafte Abdichtung.

Beispiel aus der Praxis

Beim Ausbau eines Kellergeschosses zu einer Einliegerwohnung prüft der Bausachverständige, ob die vorhandenen Kellerfenster als Rettungsweg im Brandfall ausreichend dimensioniert sind oder vergrößert werden müssen.

Rechtsgrundlage

Keine spezielle bundesweite Rechtsgrundlage; bei Nutzung als Aufenthaltsraum bzw. Rettungsweg gelten die Anforderungen der jeweiligen Landesbauordnung an Fenstergrößen und Fluchtwege.

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