Quartiersmanagement

Auch: Stadtteilmanagement · Gebietsmanagement

Quartiersmanagement bezeichnet eine vor Ort eingerichtete Koordinierungs- und Aktivierungsstruktur, die in benachteiligten Stadt- oder Ortsteilen die Zusammenarbeit von Bewohnern, Gewerbetreibenden, Vereinen und Verwaltung organisiert, um städtebauliche und soziale Aufwertungsmaßnahmen umzusetzen.

Ausführliche Erklärung

Rechtlich verankert ist das Instrument im Rahmen der "Sozialen Stadt" nach § 171e BauGB (siehe Soziale Stadt): Für Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf – etwa innerstädtische Wohnquartiere mit wirtschaftlicher Benachteiligung der Bewohner – sieht die Vorschrift vor, dass Betroffene in geeigneter Form einbezogen und zur Mitwirkung angeregt werden sollen. Zur Unterstützung dieses Beteiligungsprozesses kann eine Koordinierungsstelle eingerichtet werden – in der Praxis das Quartiersmanagement.

Ein Quartiersmanagement ist meist kein eigenständiger Rechtsträger, sondern ein von der Gemeinde beauftragtes Team (häufig ein externes Büro), das vor Ort präsent ist, Beteiligungsprozesse organisiert, Fördermittel und Projekte koordiniert und als Ansprechpartner zwischen Bewohnerschaft, Eigentümern, Gewerbe und Verwaltung fungiert. Für Immobilienmakler ist relevant, dass Quartiersmanagement-Gebiete häufig mit Sanierungsvermerken, Erhaltungssatzungen oder Genehmigungsvorbehalten einhergehen können, die bei Bau- und Modernisierungsvorhaben zu beachten sind.

Beispiel aus der Praxis

In einem als "Soziales Stadt"-Gebiet ausgewiesenen Stadtteil richtet die Kommune ein Quartiersmanagement-Büro ein, das gemeinsam mit Bewohnern einen Nachbarschaftstreff organisiert, Eigentümer bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude berät und die Verteilung von Fördermitteln aus dem Programm koordiniert.

Rechtsgrundlage

  • § 171e BauGB – Rechtsgrundlage der "Sozialen Stadt", in deren Rahmen Quartiersmanagement als Koordinierungsstelle vorgesehen ist.

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