Rolltor
Auch: Rollgitter · Industrierolltor
Ein Rolltor ist ein Tor, dessen Torblatt aus schmalen, gelenkig verbundenen Lamellen besteht, die sich beim Öffnen platzsparend zu einer kompakten Rolle über der Toröffnung aufwickeln. Es wird vor allem bei Garagen, Gewerbehallen und Industriegebäuden eingesetzt, wo wenig Deckenraum für ein klassisches Sektionaltor zur Verfügung steht.
Ausführliche Erklärung
Für den Makler ist das Rolltor vor allem bei Garagen mit beengten Platzverhältnissen sowie bei gewerblich genutzten Objekten (Lagerhallen, Werkstätten) ein relevantes Ausstattungsmerkmal:
- Platzvorteil: Da sich das Torblatt platzsparend oberhalb der Toröffnung aufrollt, wird im Gegensatz zum Schwing- oder Sektionaltor keine Deckenlaufschiene benötigt – ein Vorteil bei niedrigen Deckenhöhen oder wenn die Deckenfläche für Stauraum genutzt werden soll.
- Materialien und Ausführungen: Rolltore für Garagen bestehen meist aus Aluminiumlamellen mit Wärmedämmung, während Industrierolltore aus robusterem Stahl gefertigt sind; Sonderformen sind Rollgitter (durchbrochene Ausführung, z. B. für Ladeneingänge und Schaufenster) als reiner Einbruchschutz ohne Wärmedämmung.
- Antrieb: Vom manuellen Gurtzug bei kleineren Garagentoren bis zum elektrischen Antrieb mit Funkfernbedienung und Sicherheitslichtschranke bei größeren oder gewerblichen Toren.
- Sicherheitsanforderungen: Elektrisch betriebene Rolltore unterliegen als kraftbetätigte Tore besonderen Anforderungen an Quetsch- und Scherstellensicherung sowie regelmäßige Prüfpflichten, insbesondere im gewerblichen Einsatz.
- Praxisrelevanz: Bei der Objektbesichtigung sollte der Zustand von Antrieb, Lamellen und Führungsschienen geprüft werden; bei gewerblichen Immobilien ist zudem der Nachweis regelmäßiger Torprüfungen (Wartungsprotokoll) relevant für die Verkehrssicherheit.
Beispiel aus der Praxis
Eine Einzelgarage mit niedriger Deckenhöhe wird mit einem elektrisch betriebenen Aluminium-Rolltor statt eines platzraubenden Sektionaltors ausgestattet, wodurch die Deckenfläche zusätzlich als Stauraum genutzt werden kann.
Rechtsgrundlage
- DIN EN 13241 – Europäische Produktnorm für Tore, einschließlich Anforderungen an Sicherheit und Kennzeichnung.
- Betriebssicherheitsverordnung – Prüf- und Wartungspflichten für kraftbetätigte Tore, insbesondere im gewerblichen Einsatz.