Wärmetauscher

Auch: Wärmeübertrager · Plattenwärmetauscher

Ein Wärmetauscher überträgt Wärmeenergie von einem wärmeren auf ein kälteres Medium, ohne dass beide Stoffströme in direkten Kontakt kommen. Er ist zentrales Bauteil in Heizkesseln, Fernwärmeübergabestationen, Wärmepumpen und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

Ausführliche Erklärung

Wärmetauscher (auch Wärmeübertrager genannt) kommen in der Gebäudetechnik in vielfältiger Form vor. In Brennwertkesseln überträgt ein Wärmetauscher die Verbrennungswärme des Brenngases auf das Heizungswasser und nutzt dabei zusätzlich die im Abgas enthaltene Kondensationswärme (Brennwerteffekt). In Fernwärmeübergabestationen trennt ein Plattenwärmetauscher das Fernwärmenetz vom hausinternen Heizkreislauf, sodass kein Wasseraustausch zwischen beiden Systemen stattfindet. In Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung überträgt ein Kreuzstrom- oder Gegenstromwärmetauscher die Wärme der abgeführten Raumluft auf die einströmende Frischluft und senkt so den Heizwärmebedarf.

Für die Immobilienbewertung ist der Zustand und die Bauart des Wärmetauschers relevant, weil Verkalkung, Korrosion oder ein veralteter Niedertemperatur-Wärmetauscher (ohne Brennwertnutzung) den Wirkungsgrad der Heizungsanlage erheblich mindern und damit die energetischen Betriebskosten sowie den Modernisierungsbedarf beeinflussen.

Beispiel aus der Praxis

Bei einer Modernisierung wird ein alter Heizkessel gegen ein Brennwertgerät ausgetauscht. Der neue, korrosionsbeständige Wärmetauscher nutzt zusätzlich die Kondensationswärme des Abgases, wodurch der Gasverbrauch des Gebäudes spürbar sinkt.

Rechtsgrundlage

Keine eigenständige gesetzliche Regelung für den Wärmetauscher als Bauteil. Mindestanforderungen an die Effizienz von Heizanlagen mit Wärmetauschern ergeben sich aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) sowie den einschlägigen technischen Normen.

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