Fensterelement
Auch: Fensterbauteil · Fenstereinheit
Ein Fensterelement ist die vorgefertigte, komplette Baueinheit eines Fensters – bestehend aus Rahmen, Verglasung, Beschlägen und Dichtungen –, die im Ganzen in eine vorbereitete Wand- oder Fassadenöffnung eingesetzt wird. Der Begriff wird auch für größere, zusammengesetzte Fensterflächen aus mehreren Einzelflügeln verwendet.
Ausführliche Erklärung
Für Makler ist der Begriff Fensterelement vor allem im Zusammenhang mit Neubauten, Sanierungen und der technischen Objektbeschreibung relevant:
- Aufbau: Ein Fensterelement umfasst den Blendrahmen (fest mit dem Baukörper verbunden), den oder die Flügelrahmen mit Verglasung, die Beschläge (Bänder, Verriegelung, Griffe) sowie Dichtungen zwischen Rahmen und Flügel bzw. Rahmen und Mauerwerk.
- Vorfertigung: Fensterelemente werden in der Regel werkseitig komplett vorgefertigt und geprüft (u. a. hinsichtlich Wärme-, Schall- und Schlagregendichtheit) und erst auf der Baustelle in die vorbereitete Öffnung eingesetzt und abgedichtet – dies unterscheidet sie von handwerklich vor Ort zusammengesetzten Fensterkonstruktionen.
- Kombinierte Elemente: Größere Fensterelemente können mehrere Flügel unterschiedlicher Öffnungsarten (z. B. Dreh-Kipp- und Festverglasung) sowie integrierte Rollladenkästen oder Lüftungsklappen enthalten und werden dann teils als Fenstertür-Element oder Fassadenelement bezeichnet.
- Materialien: Rahmenmaterialien reichen von Holz und Kunststoff über Aluminium bis zu Holz-Aluminium-Verbundkonstruktionen, mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften bei Wärmedämmung, Wartungsaufwand und Lebensdauer.
- Qualitätsmerkmale: Für die Objektbewertung relevant sind insbesondere der U-Wert des Gesamtelements (Uw-Wert, der Rahmen und Verglasung gemeinsam berücksichtigt), die Schallschutzklasse sowie der Einbruchschutz (Widerstandsklasse RC).
- Vermarktungsrelevanz: Bei Neubauten und energetischen Sanierungen wird die Qualität der eingebauten Fensterelemente häufig explizit im Exposé genannt, da sie einen wesentlichen Einfluss auf Energieeffizienzklasse und Wohnkomfort hat.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Neubauprojekt werden großformatige Fensterelemente mit Dreifachverglasung, Aluminium-Holz-Rahmen und integriertem Rollladenkasten eingebaut, um sowohl einen niedrigen U-Wert für die Energiebilanz als auch eine hohe Schallschutzklasse für die stadtnahe Lage zu erreichen.
Rechtsgrundlage
Keine spezielle Rechtsgrundlage. Anforderungen an Wärmedämmung ergeben sich aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Verbindung mit DIN 4108, an Schallschutz aus der DIN 4109.