Objektbestand
Auch: Immobilienbestand · Angebotsbestand
Der Objektbestand ist die Summe aller Kauf- und Vermietungsobjekte, die ein Makler oder ein Maklerbüro aktuell im Auftrag betreut und vermarktet.
Ausführliche Erklärung
Der Objektbestand ist eine zentrale betriebswirtschaftliche Kennziffer im Maklerwesen: Er zeigt, wie viele Immobilien ein Unternehmen aktiv im Portfolio hat, und ist damit ein wichtiger Indikator für Marktposition, Auslastung und potenziellen Umsatz aus Provisionen. Ein wachsender Objektbestand deutet auf erfolgreiche Akquise hin, ein schrumpfender auf nachlassende Neuaufträge oder eine hohe Verkaufsgeschwindigkeit.
Gepflegt wird der Objektbestand typischerweise in einer Maklersoftware (CRM-System), die jedes Objekt mit Status (z. B. „in Vermarktung“, „reserviert“, „verkauft“), Auftragsart (einfacher oder qualifizierter Alleinauftrag, allgemeiner Auftrag) und Laufzeit erfasst. Aus dem Objektbestand generieren Maklerbüros ihre Exposés, speisen Online-Immobilienportale und interne Maklerportale und steuern die Priorisierung von Marketingmaßnahmen. Bei der Übernahme oder dem Verkauf eines Maklerunternehmens ist der Objektbestand – insbesondere die Zahl laufender Alleinaufträge – ein wesentlicher Bewertungsfaktor.
Beispiel aus der Praxis
Ein Maklerbüro führt zum Quartalsende 42 Objekte im Bestand: 28 Eigentumswohnungen zum Verkauf, 9 Einfamilienhäuser und 5 Mietwohnungen. Die Geschäftsführung nutzt diese Zahl, um die Auslastung der Berater und den erwarteten Provisionsumsatz der nächsten Monate zu planen.
Rechtsgrundlage
Keine spezielle Rechtsgrundlage. Der Objektbestand ist ein betriebswirtschaftlicher Begriff der Maklerpraxis ohne eigenständige gesetzliche Regelung.